Integration

13. Integration

Als Stadt mit einer langen und erfolgreichen Einwanderungsgeschichte bis in die Gegenwart ist uns die Integration als Querschnittsaufgabe ein wichtiges Anliegen. Duisburg ist und bleibt eine weltoffene, internationale und tolerante Stadt. Mit Umsetzung des städtischen Integrationskonzepts und der Weiterentwicklung zu einem „Masterplan Integration“ beschreiten wir die nächsten Schritte für ein gutes Miteinander. Die Integration von Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchteten durch Willkommenskultur und die Umsetzung des Integrationskonzepts sowie der Unterstützung der Flüchtlingshilfe soll fortgeführt werden. Für uns ist wichtig, dass wir denen Chancen geben, die sich bei uns anstrengen und einbringen wollen. Wir setzen uns für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Nationen, Kulturen und Religionen ein – verbunden mit klaren Regeln und einem handlungsfähigen Gemeinwesen. Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung haben in unserer Gesellschaft keinen Platz.

Die deutsche Sprache zu sprechen ist das wichtigste Element von Integration. Ebenso wichtig ist die muttersprachliche Kompetenz. Trotz eines vielfältigen Angebots zum Erlernen der Muttersprache und der deutschen Sprache gibt es Defizite. Deshalb haben wir die Sprachförderung neu aufgestellt. Wir wollen, dass das Angebot an Sprachkursen für Kinder und deren Eltern, vor allem im schulischen Bildungssystem, erhöht wird.

Seit Jahren können wir auf die erfolgreiche Arbeit des kommunalen Integrationszentrums bauen. Es vernetzt integrationsrelevante Akteure in der Verwaltung, bei den freien Trägern und in den Migrantenorganisationen, bündelt die Aktivitäten und stimmt sie aufeinander ab.

Menschen mit Migrationshintergrund finden sich oft in den städtischen Angeboten, bei Behördengängen oder im Bildungsbereich nicht ausreichend gut zurecht. Wir wollen das kommunale Netz von lebenserfahrenen, weltoffenen und ehrenamtlichen Menschen erweitern, die als Lotsen durch die Einrichtungen der gemeinsamen Heimat führen. Wir wollen Vereine fördern, die zur interkulturellen Verständigung beitragen. Seit vielen Jahren ist die Integration derjenigen Menschen, die aufgrund der EU-Erweiterung aus Südosteuropa zu uns ziehen, eine anspruchsvolle Aufgabe der Stadt. Um sie besser einzubeziehen, sollten entsprechende stadtteilbezogene Angebote gemacht werden. Hierzu bedarf es aber auch weiterer Unterstützung aller staatlichen Ebenen.

ERREICHT/ BESCHLOSSEN!

  • Sprachförderung/ Sprachlotsen
  • Clearingstelle und Beratung von Migrantinnen und Migranten
  • Unterstützung der medizinischen Schwerpunktambulanz für Migranteninnen und Migranten
  • Integratives Begegnungszentrum Marxloh
  • Interkulturelle Verwaltung, stärkere Abbildung der Bevölkerungsstruktur der Stadt in der Verwaltungsstruktur
  • Bildungs-Beratung neu zugewanderter Kinder

WIR SETZEN UNS EIN FÜR:

  • Kommunalwahlrecht für alle Migrantinnen und Migranten, die hier leben
  • Einsatz gegen Diskriminierung und Extremismus jeder Art
  • Förderung interkultureller Vereine und Institutionen
  • Sprachförderung, Sprachlotsen und Kulturvermittler als Teil eines sozialen Arbeitsmarktes
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