Die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag fordert einen landesweiten Rohstoffplan. Eines der Ziele ist es, den Abbau von Kies schrittweise zurückzuführen und ihn als Baustoff durch alternative umweltfreundliche Stoffe wie recycelten Bauschutt zu ersetzen.

„Wir wollen den Bau von Infrastruktur im Land vorantreiben. Aber wozu die endliche Ressource Kies nutzen, wenn es umweltfreundliche Alternativen gibt?“, sagt die Duisburger SPD-Landtagsabgeordnete Sarah Philipp.

Kies kommt in NRW vor allem entlang des Rheins und seiner einstigen Flussarme vor. Nach dem Abbau bleiben aber metertiefe Baggerlöcher zurück. Im Duisburger Süden wollte die Industrie im Mündelheimer Rheinbogen Kies abbauen – der dafür zuständige Regionalverband Ruhr (RVR) sieht im neuen Regionalplan die Fläche nicht als Kiesabbaugebiet vor. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat in ihrem 2019 verabschiedeten Landesentwicklungsplan den Rohstoffbedarf an Kies von der aktuellen Fördermenge abgeleitet und lässt dabei unberücksichtigt, wie viel davon ins Ausland exportiert wird. „Günstige Preise je Tonne Kies hierzulande führen nur dazu, dass Rohstoffbedarfe und damit einhergehende Schädigungen der Umwelt allzu billig in Nordrhein-Westfalen gedeckt werden. Die schwarz-gelbe Landesregierung stellt die Interessen der Kiesindustrie vor die der Kommunen und der Menschen hier“, kritisiert Philipp.

Am Donnerstag, 20. Januar, um 19 Uhr lädt die SPD-Landtagsfraktion zu einer Online-Diskussionsveranstaltung zu dem Thema ein. Interessierte können sich unter folgendem Link anmelden: http://www.machen-wir.de/rohstoff

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