SPD-Fraktion: Landesförderung des Duisburger Archives für alternatives Schrifttum darf nicht gestrichen werden

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Duisburg macht sich für den Erhalt des Duisburger Archives für alternatives Schrifttum (afas) stark. Hintergrund sind die Pläne der schwarz-gelben Landesregierung, die Förderungen für das afas komplett zu streichen.

Das afas wurde 1985 als Freies Archiv gegründet und ist bundesweit die zentrale Archivierungsinstitution für Dokumente aus dem Bereich der „Neuen Sozialen Bewegungen“. Hierzu zählen beispielsweise Unterlagen aus der Studentenbewegung der 1960er Jahre, der Frauen- und Friedensbewegung, der Umweltschutzbewegung sowie politischer Protestbewegungen, Bürgerinitiativen und zivilgesellschaftliche Gruppen. Auch die Schriftstücke aus dem Krupparbeitskampf der achtziger Jahre werden dort aufbewahrt.

„Das afas ist eine gute Ergänzung zum klassischen Landesarchiv NRW. Genau aus diesem Grund unterstützt die Stadt Duisburg in Kooperation mit dem Land NRW das Archiv seit mehreren Jahren. Hier werden aus unserer Sicht wichtige historische Schriften gesammelt“, so Edeltraud Klabuhn, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion.

Erst in diesem Jahr ist das Archiv in neue Räumlichkeiten auf der Münzstraße in Duisburg gezogen. „Bei der Eröffnungsfeier waren auch Vertreter des Landes anwesend. Der Umzug an den neuen Standort ist gemeinsam von Stadt und Land unterstützt worden. Warum das Land seinerseits nun die Mittel streichen will, ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagt die SPD-Ratsfrau weiter.

„Wir können nur hoffen, dass die Landesregierung einsichtig wird und die Streichung der Zuschüsse in der abschließenden Beratung des Haushaltes im Landtag zurücknimmt. Die SPD-Landtagsfraktion hat einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Jetzt gilt es für CDU und FDP Farbe zu bekennen. Ohne Landesfördermittel ist das afas sonst Geschichte“, erklärt Ralf Jäger, zuständiger Landtagsabgeordneter.

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