Erkan Üstünay

Mit Entsetzen hat die Duisburger SPD auf die Vorwürfe der Grünen im Nachgang zur Sitzung des Integrationsrates reagiert. In der Sitzung war der Sozialdemokrat Erkan Üstünay zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Dabei entfielen auf ihn 18 Ja-Stimmen, bei 2 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen. Die Grünen hatten der SPD daraufhin öffentlich vorgeworfen mit „Rechten und Nationalisten zu kooperieren“ und den Konsens gegen Rechts gebrochen zu haben. Dazu die stellv. Vorsitzende der SPD Duisburg, Sarah Philipp: „Diese Vorwürfe sind schlichtweg gelogen und eine große Unverschämtheit. Weder hat es vorab Absprachen mit besagten Gruppen gegeben, noch war die Wahl von Erkan Üstünay von diesen Stimmen rechnerisch abhängig. Es ist ein gefährliches Spiel, das die Grünen hier treiben. Mit Falschbehauptungen den demokratischen Mitbewerber diskreditieren, das stärkt am Ende genau die Falschen. Die Grünen sollten sich für diese Entgleisung schnellstens entschuldigen.“

Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Bruno Sagurna, ergänzt: „Bislang hatten wir den Eindruck, dass alle demokratischen Fraktionen an einem Strang ziehen, um unsere Stadt weiter nach vorne zu bringen. Dieses Bild ist mit den letzten Äußerungen der Grünen stark erschüttert worden. Wir möchten wichtige politische Entscheidungen mit einer breiten Mehrheit treffen. Wenn die Grünen nicht dazu bereit sind, finde ich das sehr bedauerlich. Wir stehen zu unserem Wort und werden auch zukünftig keine gemeinsame Sache mit den Rechten machen.“

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