Die SPD Duisburg kritisiert die Pläne des französischen Konzerns Vallourec aufs Schärfste, die Walzwerke in Düsseldorf und Mülheim zu schließen. Von den Plänen wären auch die Duisburger Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) als Zulieferer betroffen. Vallourec ist zudem mit 20 % Anteilseigner bei HKM.

Dazu sagt der Vorsitzende der SPD Duisburg, Mahmut Özdemir: „Das ist Raubtierkapitalismus. Es kann doch nicht sein, dass wenn die Gewinne vorübergehend ausbleiben, sofort die Schließung geplant wird. Die Stahlindustrie in Europa steht vor ihrer größten Transformation, bei der riesige Mengen an Wasserstoff gebraucht werden, die Anlieferung soll über Pipelines passieren. Das wäre ein Geschäftsmodell, das die Zukunft von Stahl möglich macht. Sie gefährden durch ihr Handeln nicht nur die 2400 Arbeitsplätze an ihren Standorten in der Bundesrepublik, sondern auch zigtausend Arbeitsplätze bei der Zulieferindustrie, insbesondere in der Stahlindustrie. Unternehmen müssen soziale Verantwortung übernehmen und nicht Managementfehler zu Lasten der Beschäftigten beheben. Wir fordern Vallourec auf, seine Standorte in Deutschland zu sanieren, ein Unternehmen mit Zukunft zu bauen und den Mitarbeitenden eine Perspektive für die Zukunft zu geben. Wir als Politik haben der Stahlbranche eine Zukunft mit allen Förderungen eröffnet und erwarten, dass Eigentümer zu ihrer Pflicht stehen.“

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