Soziokulturelles Zentrum soll kommen
SPD-Fraktion spricht sich für Erprobungsphase aus

Die SPD-Fraktion stellt in der kommenden Sitzung des Kulturausschusses (11. April) einen Antrag, in dem die Verwaltung gebeten wird, die Erprobungsphase für ein soziokulturelles Zentrum in Duisburg zu beginnen. Die Sozialdemokraten greifen damit die aktuelle Berichterstattung über eine Initiative der freien Kulturszene auf, die die Option hat, Räumlichkeiten in einer Immobilie „Am Stapeltor“ anzumieten.

„Es bietet sich aktuell die große Chance, ein soziokulturelles Zentrum für Duisburg zu schaffen. Zu diesem Zweck stehen auch Fördermittel zur Verfügung. Wir müssen jetzt zusammen mit der freien Szene aktiv werden und mit der Stadt in die Erprobungsphase starten“, sagt Edeltraud Klabuhn, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion.

„Das ist eine alte Forderung der Politik und der freien Szene und wir sollten diese Gelegenheit nutzen, ein soziokulturelles Zentrum an einer zentralen Stelle in der Duisburger Innenstadt zu errichten. Zuletzt hatte sich der Rat der Stadt mit dem beschlossenen Kulturentwicklungsplan bereits für ein soziokulturelles Zentrum ausgesprochen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, erklärt Udo Vohl, Vorsitzender des Kulturausschusses und SPD-Ratsherr.

Die Kulturpolitiker freuen sich zudem darüber, dass die Stadt Duisburg die freie kommunale Kulturarbeit weiter fördert. Allein in den beiden letzten Jahren wurden zahlreiche Projekte mit insgesamt 130.000 Euro unterstützt. Förderfähig sind dabei Projekte aus den Bereichen der bildenden Kunst, Theater, Film und Literatur. Aber auch Institutionen wie das Komma Theater oder das Zentrum für alternatives Schrifttum werden jährlich mit über 160.000 Euro gefördert. „Trotz der angespannten Haushaltslage haben wir ein facettenreiches Kulturangebot in Duisburg. Ein soziokulturelles Zentrum wäre eine gute Ergänzung für die Duisburger Kulturlandschaft“, so Klabuhn und Vohl abschließend.

Edeltraud Klabuhn, Ratsfrau

Udo Vohl, Ratsmitglied

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