Die Schulministerin musste erneut in einer Antwort auf die Kleine Anfrage (17/15081) zum Stellenbedarf und Stellenversorgung an Duisburger Schulen ihr Versagen einräumen. Zum einen liefert das Ministerium veraltete Zahlen vom Stichtag 01.06.2021 und zum anderen ist die ausgewiesene Personalausstattungsquote nicht wirklich aussagekräftig bzw. Abbild der Realität. Chronisch erkrankte LehrerInnen, Lehrpersonal in Elternzeit oder im Sabbatjahr werden nicht mit in der Quote erfasst. Aussagekräftig ist allein die Besetzungsquote. Sie sagt aus, wie viele Lehrkräfte tatsächlich in den Schulen zur Verfügung stehen. Diese Zahlen liefert die Antwort der Landesregierung allerdings nicht.

Ungeachtet dessen sind die Zahlen für Duisburg niederschmetternd und frustrierend. Allein 64 Stellen fehlen im Sonderpädagogischen Bereich (Stand: 31.08.2021). Die Grundschulen haben nur eine Personalausstattungsquote von 88,8 %. Gerade diese sensiblen Bereiche sind wegweisend für die weitere Schullaufbahn. Es ist höchste Eisenbahn zu handeln!

„Es fehlen rund 130 Lehrkräfte und es fallen rund 6000 Unterrichtsstunden jede Woche! an Duisburger Grundschulen aus. Die Schwarz-Gelbe Landesregierung hat es 5 Jahre lang nicht geschafft, die Eingangsbesoldung für alle Schulformen auf A13 anzuheben und hier einen wichtigen Anreiz zur Berufswahl zu schaffen. Das werden wir nach der Landtagswahl sofort ändern.“, erklärt der Schulpolitiker Frank Börner.

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