Der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Börner zeigt sich entsetzt und fassungslos über die gestrigen Ereignisse am Hamborner Altmarkt.

„Das sind Szenen, wie man sie sonst nur aus schlechten Filmen kennt. Ich bin einfach nur froh, dass keine Passanten oder Polizist*innen verletzt worden sind. Wir können uns alle bei den Polizeieinsatzkräften für ihr schnelles und umsichtiges Handeln bedanken.“, erklärt Börner.

Geschätzt 80 – 100 Personen haben sich eine Schießerei mitten in Duisburg geliefert. Vier Verletzte durch Schüsse und 15 Festnahmen, die dem Clan- bzw. Rockermilieu zuzuordnen sind – das ist die Bilanz des Abends laut Polizeisprecher Hausch. Die umfangreichen Ermittlungen sind abzuwarten.

Dass diese Rocker-Fehde mitten in einem Wohnviertel ausgetragen wurde, demonstriert das Überlegenheitsgefühl und der fehlende Respekt vor dem Strafgesetzbuch der Beteiligten. Hier muss der Rechtsstaat mit aller Härte durchgreifen. Die Behörden müssen die Geschäftsmodelle des organisierten Verbrechens, wie Drogenhandel und illegales Glücksspiel, zerschlagen. Nur so kommt man auch an die Hintermänner. Wir wollen die Bosse und nicht nur die Boten hinter Gittern sehen.

Das geht aber nicht, wenn Innenminister Reul (CDU) auf der einen Seite mehr Sicherheit verspricht und auf der anderen Seite Stellen bei der Polizei in Duisburg abbaut. „Das ist der falsche Weg und ein fatales Signal an die kriminelle Szene in der Stadt“, meint Börner. „Wir brauchen Profis bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität, einen langen Atem und eine gut durchdachte Strategie. Reuls Strategie für mehr Sicherheit im Duisburger Norden ist gestern Abend gescheitert.“

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