Alt-Oberbürgermeister Jupp Krings

SPD Duisburg trauert um Alt-Oberbürgermeister Josef Krings

Die SPD-Ratsfraktion und der SPD-Unterbezirk Duisburg trauern um ihren Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Duisburg, Josef „Jupp“ Krings, der im Alter von 93 Jahren verstorben ist.

Josef Krings gehörte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 62 Jahre an. Über Jahrzehnte bekleidete er verschiedene Führungsämter innerhalb der Partei und seines Ortsvereins Duissern. Von 1966 bis 1970 war er Abgeordneter im Landtag NRW. Dann widmete er sich komplett der Kommunalpolitik. Er war 37 Jahre Mitglied im Rat der Stadt Duisburg und währenddessen von 1969 bis 1974 Bürgermeister und anschließend 22 Jahre Oberbürgermeister der Stadt. In dieser Zeit prägte er die Entwicklung Duisburgs maßgeblich und war für viele Menschen nicht nur höchster Repräsentant der Stadt, sondern eine wichtige Identifikationsfigur.

Während seiner Amtszeit stellte sich der Realschulrektor stets an die Seite der Arbeiterinnen und Arbeiter. Unvergessen ist sein Engagement für die Stahlbeschäftigten des Rheinhauser Krupp-Werkes. Unermüdlich kämpfte er für den Erhalt des Werkes, für die Arbeitsplätze und nicht zuletzt für die Existenzen von Tausenden Duisburgern. Der Strukturwandel in Duisburg trägt seine Handschrift. Der Ausbau des Freihafens zu einem internationalen Logistikzentrum und der Business-Park Niederrhein sollten der Duisburger Arbeiterschaft neue Perspektiven schaffen.

Josef Krings war immer ein Freund der Kunst und Förderer der Kultur. Er war auch in schwierigen Zeiten stets ein Fürsprecher der Philharmoniker, der Oper und des Theaters. Nachhaltig setzte er sich für die Gründung des „filmforums“, dem ersten kommunalen Kino Deutschlands, ein. Für ihn gehörte Kultur genauso wie Bildung zu den öffentlichen Gütern, zu denen jeder Mensch das Recht auf freien Zugang haben muss. Daher war für ihn der hohe Stellenwert der Bildung stets eine Herzensangelegenheit. Gleiche Bildungschancen für alle Menschen und nicht die soziale Herkunft sollten seiner Meinung nach über die Zukunftschancen der Menschen entscheiden. Daher lag ihm die Universität immer sehr am Herzen. Bis 1997 war er Vorsitzender des Kuratoriums der Gerhard-Mercator-Universität, deren Ehrensenator er bis zu seinem Tod war.

Sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement und sein soziales Handeln brachten ihm über alle Partei- und Stadtgrenzen hinweg größte Anerkennung und Respekt. Josef Krings war der einzige Ehrenbürger der Stadt Duisburg, Träger der Stadtplakette, des Stadtrings und des goldenen Ehrenrings der Stadt Duisburg. Außerdem war er Officer of the Order of the British Empire, Offizier im Orden von Oranien-Nassau und Ehrenbürger der Stadt Portsmouth. Auf sein Wirken hin wurden wichtige Städtepartnerschaften mit Vilnius in Litauen und Wuhan in China geschlossen. Die Internationalität und Offenheit Duisburgs waren für ihn von großer Bedeutung. Johannes Rau sagte einst über Josef Krings: „Mit Offenheit und Toleranz, mit Verlässlichkeit und Weitblick, dem Respekt vor Andersdenkenden und mit Gespür und Sensibilität für besondere Verantwortlichkeiten trägt er den Namen seiner Stadt Duisburg in die Welt“.

Nach der Katastrophe der Duisburger Loveparade engagierte sich Krings auf mitfühlende Weise und nahm Kontakt zu den Hinterbliebenen der Opfer auf. So war es auch Josef Krings, der als Vertreter der Stadt Duisburg das Mahnmal der Loveparade-Katastrophe an der Seite von Hannelore Kraft einweihte.

Immer nah bei den Menschen und ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte „seiner“ Bürgerinnen und Bürger – das war Josef Krings.

„Mit Josef Krings verlieren wir einen großen Duisburger, Sozialdemokraten und Menschen. Er war vielen ein guter Freund und ein unermüdlicher Streiter für soziale Gerechtigkeit. Für sein Wirken und seine Verdienste sind wir ihm unendlich dankbar. Sein einzigartiges Talent, auch Gegensätze zu versöhnen und sein stets geschätzter Rat werden uns sehr fehlen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Angehörigen. “, erklären die stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Sarah Philipp und Gisela Walsken und SPD-Fraktionschef Bruno Sagurna.

 

Die SPD Duisburg hat in ihrer Geschäftsstelle an der Krummacher Str. 33 im Dellviertel ein Kondolenzbuch für alle Duisburgerinnen und Duisburger ausgelegt, die ihre Anteilnahme an dem Tod von Josef Krings ausdrücken wollen. Es ist für persönliche Eintragungen zu den Öffnungszeiten (Montag – Donnerstag 8.00 – 16.30 Uhr, Freitag 8.00 – 14.00 Uhr) zugänglich.

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