Die SPD-Abgeordneten Rainer Bischoff, Frank Börner, Ralf Jäger und Sarah Philipp sind alarmiert wegen des Lehrermangels an Duisburger Schulen. Die Landtagsabgeordneten haben in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung Zahlen zu der aktuellen Personalsituation angefordert. Die Antwort des Schulministeriums liegt nun vor.

„Die schwarz-gelbe Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag vollmundig von „weltbester Bildung“ gesprochen. Ein paar Monate vor der nächsten Landtagswahl zeigt sich, dass das nur heiße Luft war. FDP-Schulministerin Gebauer hat nicht nur Kinder, Eltern und Schulen während der Pandemie alleine gelassen. Sie hat auch das Problem des Personalmangels verschlafen. In ganz NRW sind derzeit rund 3.600 Lehrerstellen unbesetzt. Das Ziel von FDP und CDU die Personalausstattung zu verbessern, ist gescheitert. In Duisburg fehlen unter anderem 64 Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen. Außerdem sind 21 Schulleiterposten vakant (Stand: August 2021). Von einer „Unterrichtsgarantie“ kann da keine Rede sein“, so die vier Duisburger SPD-Landtagsabgeordneten.

 

 

Im Einzelnen bedeutet dies, dass folgende Stellen in Duisburg nicht besetzt sind:

An Grundschulen:                        120,4

An Realschulen:                              10,9

An Hauptschulen:                           10,3

An Sekundarschulen:                        7,1

An Gesamtschulen:                        53,6

An Gymnasien:                                 5,3

An Förderschulen:                          33,5

An Berufskollegs:                             2,6

Insgesamt sind 241,9 Lehrerstelen an Duisburger Schulen nicht besetzt.

Darüber hinaus fehlen an Duisburger Förderschulen 35 Pädagogen für sonderpädagogische Förderung.

„Seit Jahren verschlechtert sich die Situation an Duisburger Schulen,“ beobachten die vier Landtagsabgeordneten.“ Das Ministerium zeigt keine Perspektive auf, wie in absehbarer Zeit diese Stellen besetzt werden können.

„Ernüchternd kommt noch hinzu, dass diese Zahlen die tatsächliche Situation an den Schulen nicht wiederspiegelt. Langfristig Erkrankte, Schwangere oder in Elternzeit befindliche Lehrer und Lehrerinnen werden hier nicht erfasst.

„Die Ministerin soll endlich eine Statistik ermitteln, die die tatsächliche Situation an unseren Schulen darstellt!“ fordern die Duisburger SPD Landtagsabgeordneten.

„Die Zahlen sprechen für sich. Auch in der Schulpolitik von CDU und FDP gilt: Versprochen gebrochen. Wir, als SPD-Landtagsfraktion, kämpfen für gute Bildung. Dafür braucht es eine Personaloffensive. Stellen müssen entfristet werden und der Seiteneinstieg im Ganztag und über alle Schulformen hinweg erleichtert werden. Durch A 13 für alle Lehrkräfte wollen wir den Lehrerberuf attraktiver machen. Des Weiteren brauchen wir einen einrichtungsscharfen Sozialindex für die Zuteilung von Personal und Geld. Das Land muss zuerst dort für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sorgen, wo es am wenigsten davon gibt. Das Versprechen auf sozialen Aufstieg durch Bildung darf kein leeres Versprechen bleiben. Es ist Zeit für einen sozialen Neustart“, bekräftigen sie.

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