Duisburg braucht Sozialpolitik - aus Berlin ist nichts zu erwarten! (15.11.17)

Rainer Bischoff, Vorsitzender der SPD Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA): „Duisburg braucht Sozialpolitik - aus Berlin ist nichts zu erwarten!“

Rainer Bischoff, MdL

Rainer Bischoff, MdL

„Bei der Sozialstruktur unserer Duisburger Bevölkerung, der großen Anzahl von Hartz IV – Beziehern, vergleichsweiser hoher Kinderarmut und Obdachlosigkeit“, so der Vorsitzende der SPD – Arbeitnehmer Duisburg (AfA), Rainer Bischoff, „ist die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik wichtiger denn je. Wir brauchen hier in Duisburg tatkräftige Unterstützung durch die politischen Vorgaben des Bundes. Dort aber sieht es bei den Jamaika-Verhandlungen mehr als mau aus.“

Bei den derzeit stattfindenden Sondierungen und Verhandlungen in Berlin spielen die Themen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik offensichtlich nicht mal am Rande eine Rolle. Keines der derzeit strittigen Themen habe mit diesen Problemen zu tun.

„Stattdessen gibt es offensichtlich bestellte Beiträge, wie die der sogenannten Wirtschaftsweisen, die gleich den wohlverdienten Feierabend der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abschaffen wollen. Und ansonsten einfach nichts“, ärgert sich Rainer Bischoff, „nichts zu Leiharbeit, Scheinselbständigkeit, Missbrauch von Werkverträgen, der Situation von Obdachlosen und von Kindern in Armut. Themen, die uns in Duisburg auf den Nägeln brennen. Die in Berlin aber offensichtlich niemanden interessieren.“

Die Gewerkschaften und Sozialdemokraten werden in den nächsten 4 Jahren offensichtlich genug zu tun haben, um diese Themen bei der dann gebildeten Regierung anzumahnen und ihre Forderungen zu artikulieren. Dies wird für Duisburg dringend notwendig sein.