Minijobber Arbeitnehmer 2. Klasse? (01. April 2016)

Rainer Bischoff, Duisburger AfA – Vorsitzender, entsetzt über die Ergebnisseder IAB –Studie

Rainer Bischoff, MdL

Rainer Bischoff, MdL

Minijobber Arbeitnehmer 2. Klasse?

„Ich bin entsetzt über die Ergebnisse der Studie des IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung)“, so der Duisburger AfA – Vorsitzende, Rainer Bischoff, „die

die Missstände der Minijobber offenbaren. Es kann doch nicht sein, dass Arbeitnehmer, die einen Minijob haben, ihrer Rechte bezüglich der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und eines bezahlten Urlaubs beraubt werden.“ In der IAB – Studie wurde festgestellt, dass fast 50% der Minijobber keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhalten sowie mehr als ein Drittel keinen bezahlten Urlaub.

„Auch wir in Duisburg haben viele Arbeitnehmer in einem Minijob. Das sind doch keine Arbeitnehmer 2. Klasse! Sie haben die gleichen Rechte wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Diese Art der Benachteiligung muss aufhören“, so Rainer Bischoff weiter. Durch die Einführung des Mindestlohns sei auch die Zahl der Minijobber reduziert worden. Denn die Entwicklung der Zahl der Minijobs deute darauf hin, dass ein erheblicher Teil der ehemaligen Minijobs in reguläre Beschäftigung umgewandelt worden sind. In den Branchen im Niedriglohnbereich, in denen Minijobs verbreitet sind, hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung deutlich zugenommen. Somit sei durch die Einführung des Mindestlohns dem SPD–Ziel, der Reduzierung der prekären Beschäftigungsverhältnisse, ein großer Schritt getan.